Die Digitalisierung bringt einen grundlegenden Wandel im Gesundheitswesen und schafft neue Möglichkeiten für eine effiziente, vernetzte und patientenzentrierte Versorgung. In der Lausitz wird diese Vision mit dem Digitalen Leitkrankenhaus Realität. Das Projekt verbindet Kliniken, Hausärzte und Pflegeeinrichtungen zu einem innovativen Gesundheitsnetzwerk und setzt auf modernste Technologien wie digitale Patientenakten, Telemedizin und Spracherkennung. Diese erleichtern den Alltag von medizinischem Personal, steigern die Behandlungsqualität und verbessern den Zugang zu Leistungen, besonders in ländlichen Regionen.
Um dabei einen Schritt weiter Richtung Zukunft zu gehen, überreichte Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle gemeinsam mit Staatssekretär für Wirtschaft und Klimaschutz beim Bund Michael Kellner am 2. Dezember 2024 einen Fördermittelbescheid an Herrn Nagel, Vorstandsvorsitzende der MUL-CT.
Gefördert mit 24 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm STARK wird die digitale Infrastruktur der Medizinischen Universität Lausitz massiv ausgebaut. Bereits knapp 40 IT-Fachkräfte arbeiten an der Umsetzung, das Team soll auf 100 wachsen. Gut ausgebildete Fachkräfte sind maßgeblich an der Planung und dem Betrieb der digitalen Infrastruktur beteiligt. Die aktuellen Stellenanzeigen des Uni-Klinikums zeigen die Vielfalt der Kompetenzen, die für den Wandel erforderlich sind. Umgesetzt werden sollen z.B. die digitale Krankenakte, ein Patientenportal und auch eine Telekonsile-Infrastruktur zur ortsunabhängigen und fachübergreifenden Kommunikation zwischen unterschiedlichen Kliniken
Das Digitale Leitkrankenhaus stärkt nicht nur die Region, sondern setzt bundesweit Maßstäbe. Ziel ist es die großen Herausforderungen der zukünftigen Gesundheitsversorgung zu lösen, indem Forschung in Anwendung gebracht wird.