Die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, übergab am 15. Juli 2024 einen Zuwendungsbescheid von knapp 650.000 Euro an die Stadt Cottbus/Chóśebuz. Diese Mittel werden verwendet, um Telemedizin in den vier Landkreisen der Lausitz und der Stadt Cottbus einzuführen. Alle Rettungsfahrzeuge werden mit Tablets ausgestattet, sodass Patientendaten digital an einen Telenotarzt übermittelt werden können. Dadurch können in kritischen Situationen frühzeitig Therapien angeordnet werden.
Das in Spree-Neiße erfolgreich gestartete Projekt soll nun auf die gesamte Region ausgeweitet werden, um eine nachhaltige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Ziel ist es, 20-30% der Notarzteinsätze digital zu steuern, was etwa 25.000 Einsätzen entspricht. Die technische Ausstattung wird durch den Krankenhausstrukturfonds II des Gesundheitsministeriums besonders gefördert.
Viele der Strukturwandelprojekte im Rahmen des Kohleausstiegs zielen darauf ab, neue Arbeitsplätze für Fachkräfte und Arbeiter zu schaffen. Dabei dürfen wir nicht vergessen, auch eine Infrastruktur zu entwickeln, die dem geplanten Bevölkerungszuwachs gerecht wird. Mit der Telemedizin geht die Lausitz einen Schritt weiter, um eine gute notärztliche Versorgung sicherzustellen.