Der Moment ist gekommen: Der Cottbuser Ostsee hat am 23.12.2024 seinen Zielwasserstand von 62,5 Metern NHN erreicht und markiert damit einen Meilenstein von historischer Bedeutung für die Lausitz. Aus den Tiefen des ehemaligen Braunkohletagebaus Cottbus-Nord ist Deutschlands größter Bergbaufolgesee entstanden – ein beeindruckendes Symbol für den Wandel einer ganzen Region. Mit einer Fläche von 19 Quadratkilometern ist der Ostsee das größte Binnengewässer Brandenburgs und das Flutungsziel konnte innerhalb des gesteckten Zeitraums erreicht werden – denn heute wurde die Flutung feierlich beendet. Alle Beteiligten blicken mit Hoffnung und Zuversicht auf die Zukunft des Sees, der durch die Natur wie ein vorläufiges Weihnachtsgeschenk übergeben wurde.
Der Cottbuser Ostsee ist dabei weit mehr als ein Gewässer – er ist ein Ort des Wandels und der Chancen. Mit der Vollendung der Flutung beginnt das nächste Kapitel für den See: Als Naherholungsgebiet, touristisches Highlight und nachhaltige Energiequelle wird er die Region prägen und bereichern. Bereits im Sommer wurde eine schwimmende Photovoltaik-Anlage montiert, die künftig den Energiebedarf von über 8.000 Haushalten abdecken soll. Ab 2028 soll eine Seewasser-Wärmepumpe rund 40 Prozent des Fernwärmebedarfs der Stadt Cottbus decken – ein weiterer Schritt in Richtung Klimaneutralität. So wird das Potential des Sees künftig bestmöglich ausgenutzt. Für einige Jahre bleibt der Cottbuser Ostsee trotzdem noch eine Landschaftsbaustelle. Die Arbeiten an den Uferbereichen und dem Auslaufbauwerk gehen weiter, um den See zu sichern und zu einem langfristig stabilen Lebensraum zu machen. Während der Zutritt zum See daher weiterhin verboten bleibt, bietet der Merzdorfer Aussichtsturm einen faszinierenden Blick auf die Weite des neuen Gewässers.
Cottbuser Ostsee erreicht Zielwasserstand
23.12.2024